Von Portland nach Newport

Von Portland geht es heute wieder zurück an die Pazifik Küste und damit auch wieder auf den Highway 101. Wir folgen zunächst dem Interstate 5, welcher uns rasch aus der Stadt in Richtung Salem bringt. Nur etwa 45 Minuten außerhalb von Portland streifen wir ein Simon Outlet. Da können wir einfach nicht vorbei 🤷🏼‍♀️- zu Hause wartet schließlich ein leerer Kleiderschrank 😬.

Nach erfolgreichem Shopping verwöhnt uns die Straße mit einer Fahrt durch die wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaft von Oregon. Es geht durch Ebenen mit viel Landwirtschaft und Farmland. Angebaut werden: Birnen, Äpfel, Haselnüsse, Wein und Getreide. Auch etwas Viehwirtschaft ist zu sehen, insbesondere Rinder. Die Landschaft wechselt aus der Ebene in sanfte Hügellandschaft mit viel wunderbar duftenden Wäldern. Ich habe mich heute mal ganz dem Schauen und weniger dem Fotografieren hingegeben - daher gibt es von diesen Eindrücken heute nur Wort und kein Bild.

Am späten Nachmittag sind wir in Newport. Die warme, staubtrockene und immer noch rauchige Luft trifft auf die kühle, feuchte Meeresluft. Das Ergebnis: Eine dunstige Mischung ohne Panoramablick. Die schlechte Sicht kann uns nicht abhalten. Wir ziehen uns etwas wärmer an und spazieren noch gut eine Stunde am rauschenden Pazifikstrand entlang. Der Abschnitt "Agate Beach" verdankt seinen Namen nicht etwa einer Dame, er leitet sich aus den Achat Steinen ab, welche hier zu finden sind. Gefunden haben wir keine, dafür genossen, über so unendlich viele Sanddünen zu laufen. 

Nachdem wir bereits am Nachmittag mehr oder weniger Abend gegessen haben, uns aber noch ein kleines Hüngerchen plagt, entscheiden wir uns den Abend mit frischem Obst und Gemüse "Home-Grown in 🇺🇸" abzuschließen.

Newport_USA-2.jpg
Newport_USA-1.jpg

Oregon

Landschaft und Natur pur! Der heutige Tag war ein Auszug aus Oregon at it`s best. Wir folgen dem Columbia River flussaufwärts und sind nicht verwundert, dass Lewis & Clark nach ihrer 18 monatigen Reise in den wilden Westen den Fluss in seiner Breite bereits für Buchten des Pazifiks hielten. Selbiger lag zur damaligen Zeit noch 10 Reisetage entfernt.

Den ersten Stop legen wir ca. 42 Minuten entfernt von Portland ein und bewundern herunterstürzende Wasser der Multnomah Falls. Leider ist der Trailhead gesperrt und die damit verbundene Aussicht in das Tal des Columbia River bleibt für uns verschlossen - schade.

Oregon_USA-1.jpg

Bevor wir uns für eine Umrundung des Mount Hood entscheiden, lassen wir uns vom 1933 erbauten Bonneville Lock & Dam begeistern. Das Bauwerk kann komplett besichtigt werden. Besonders spannend, man kann sich die Fischtreppen sowohl unterhalb der Wasseroberfläche, als auch oberhalb anschauen. Da sind sie, die Lachse, welche flussaufwärts ziehen, um die kommende Generation zu sichern. Der Damm diente und dient der Stromerzeugung und wurde in den letzten Jahren durch neue Turbinen und Generatoren auf den neusten Stand der Technik gebracht.

Zirka 20 Kilometer hinter Bonneville biegt unsere Straße in Richtung Mount Hood ab. Wir erwarten tiefe Wälder, sind jedoch erstaunt, auf einer Hochebene Obstplantagen und kleine Weinanbaugebiete zu entdecken. Die Winter sind hier recht streng und schneereich, die Sommer allerdings warm und eher trocken. Der Boden aber ist es, der für Obst und Weinanbau interessant ist - Vulkangestein.

Mount Rainier in der Nähe von Seattle, Mount St. Helens und Mount Hood sind allesamt Vulkane. Wer jetzt glaubt, die sind erloschen, der irrt. Mount St. Helens hat sich am 10. Juli 2008 das letzte mal als noch immer aktiv gemeldet. Die größte Erruption liegt etwas länger zurück. Es war der 18. Mai 1980, als der Berg mit einer gewaltigen Erruption, einer darauffolgenden pyroklastischen Wolke und jeder Menge Lava ausbrach. Der Berg samt Ausbruch schaffte es ins Kino - Hollywood verfilmt den Ausbruch in Dante`s Peak.

Oregon_USA-4.jpg

Wir umrunden Mount Hood (letzter Ausbruch 1907) und lassen die Szenerie aus verschiedenen Perspektiven auf uns wirken. Die Wälder duften herrlich nach Douglasien, Zedern und Pinien. Wir stoppen an einem der zahlreichen Gebirgsbäche, halten die Füße ins kalte Wasser und genießen den Tag in den Wäldern Oregons.

Portland, OR

Die gestrige Tag war eindrucksvoll, die Fahrt nach Portland lang, was den Zwischenstopps im Olympic National Park geschuldet war.  Der Morgen in Portland beginnt "in da hood". Wir wohnen in einem über airbnb angemieteten Haus. Die Gegend ist nett, so wie man es aus amerikanischen Filmen kennt. Wir holen uns einen Kaffee und Sandhexen (Sandwiches) in der Crocery von neben an, dann geht es los in Richtung Downtown.

Portland präsentiert sich aufgeräumter und sauberer wie Seattle. Es lungern kaum Obdachlose herum und es riecht nicht nach Urin - nicht einmal. An Samstagen bietet Portland entlang der Waterfront einen Künstlermarkt. Von hier aus starten wir die Erkundung der Stadt. Auffällig ist, dass es in Downtown Portland kein wirklich zusammenhängendes Viertel mit netten Geschäften und Straßencafès gibt. Obwohl für US Verhältnisse recht klein und kompakt, wirkt die Innenstadt etwas zerrissen. Es gibt den Pearl District, alte Lagerhäuser in neuem Chique beherbergen hippe Läden, Restaurants und Cafés. Einige Blocks weiter Pioneer Place - eher klassisch, mit Courthouse und den bekannten Markenboutiquen wie in jeder Großstadt.

Wir nehmen die Straßenbahn, fahren nach NOB HILL, hier endlich mal eine Straße mit Charakter. Kleinen Boutiquen, Cafés und Coffee Shops. Ja, in Portland darf ganz legal Cannabis konsumiert werden - das riecht man auch an jeder Ecke. Und wo wir schon dabei sind - dementsprechend gestaltet sich die Bevölkerung. Es gibt jede Menge Freaks, Nerds, eine sichtbare LGBT Szene und Hipster. Hierfür und für ihre Radfahrer ist die Stadt in den USA auch bekannt. Ansonsten fallen uns im Gegensatz zu Seattle wieder Familien mit Kindern auf.

Nach dem Bummel durch NOB HILL gönnen wir uns ein wenig Ruhe im Washington Park oberhalb der Stadt. Auf kurz geschnittenem Gras schlummere ich ein wenig unter den Cypressen ein - werde aber jäh aus meinem Nachmittagsschläfchen geweckt - Wespenstich (!) - autsch. Wir nehmen den Bus zurück nach Downtown, laufen zurück ins Parkhaus und fahren in unsere Neighborhood.

Den frühen Abend verbringen wir im ALBERTA ARTS DISTICT. Der Name ist Programm. Es riecht, nein es stinkt nach Pott, das Klientel wirkt leicht schmuddelig und ungepflegt (ist es aber nicht, dass ist hier so) und die Restaurants des Viertels wirken entweder extrem teuer oder verbreiten das Flair einer Schulhofkantine. Dementsprechend schwankt die angebotene Küche von eurasisch bis mexikanisch. Uns zieht es in ein Brauhaus mit amerikanischer Küche.

Brauhäuser gibt es in Portland einige. Die Bevölkerung möchte sich mit allem was geht vom Mainstream absetzen und braut in Micro- und Nanobreweries eigenes Bier. Bloß nicht kommerziell, bloß kein Mainstream. 🙄 Übrigens, das Geld für das hippe Non-Mainstreamleben wird bei Nike und Intel verdient, beide haben ihre Headquarter in Portland und gehören zu den Top-Arbeitgebern.

In Europa wird Portland, wie auch Seattle gehypt. Seattle ist in meinen Augen bereits durchgefallen. Portland fällt nicht durch, bekommt aber von mir ein "muss man nicht zwingend gesehen haben". Freaks, Künstler und Hippies gibt es in vielen Stadtvierteln amerikanischer Großstädte - auch nichts wirklich besonderes. Bleibt Pott rauchen, eine Stadt, die Radwege und eine sichtbare LGBT Szene hat. Ansonsten hat die Stadt mit den Steuereinnahmen aus meiner Sicht wenig gemacht. Die Verkehrsinfrastruktur und die Gebäude der Stadt sind im unteren Durchschnitt der bisher gesehenen US Städte. Es fehlt an städtebaulichem Einfallsreichtum und einer Vision für die Zukunft.

Olympic National Park

Der Morgen in Forks startet ziemlich unterkühlt - nicht unsere Stimmung - die Temperatur. Übrigens, ich hatte gestern gar nicht erwähnt, dass Forks, WA seit den Twilight Büchern einen sprunghaften Anstieg der Besucherzahlen zu verzeichen hat. Die Saga spielt in Forks, sowohl was die Schauplätze in den Büchern betrifft, als auch in den gleichnamigen Hollywood Filmen. Für den kleinen Ort war "ein kleines Konjunkturpaket", Zitat Bürgermeister der Stadt.

Bevor wir uns heute von der Olympic Halbinsel verabschieden und nach Portland, OR fahren, widmen wir uns noch einmal zwei faszinierend schönen Ausschnitten des Olympic National Parks. Wir beginnen im Hoh Rain Forest. Bereits gestern, mit der Ankunft in Forks haben wir bemerkt, dass die westliche, dem Pazifik voll zugewandten Seite der Halbinsel, sehr viel kühler aber auch feuchter ist. Die Natur wirkt längst nicht so von der Hitze der letzten Wochen ausgezehrt.

Auf der Fahrt tiefer in die Wälder verstärkt sich der Eindruck in einen unberührten Urwald zu fahren. Die Straße schlängelt sich entlang des Hoh River. Paul und ich spekulieren, ob wir hier wohl Lachse fangen würden. Die gibt es hier in jedem Fall und nicht nur Angler auf zwei Beinen. Vor Bären wird gewarnt bzw. der richtige Umgang bei einer Begegnung geschildert. Während ich aus dem Fenster starre, summt in meinem Kopf die Titelmelodie aus Brokeback Mountain.

Die Straße endet nach 15 Miles. Wir gehen zu Fuß weiter,  tiefer in den Hoh Rain Forest. Meine Bilder können, wenn überhaupt, nur einen kleinen Eindruck vermitteln. Der Wald wirkt auf mich wie einer der Urwälder aus meinem Geographie Schulbuch - ein Wald aus längst vergangener Zeit. Gigantisch hohe Bäume - Douglasien, Riesenlebensbäume, Oregon Ahorn und Sitkafichten ragen weit in den Himmel. Der Boden und die Bäume sind dicht bewachsen und behangen mit Moosen. Wir laufen durch mannshohe Farne. Alles bleibt wie es ist: Kein Mensch mischt sich in die Geschicke der Natur ein - Bäume wachsen, stürzten zu Boden, vergehen und sind Grundlage für Neues.

Langsam bricht auch die Sonne hinter dem Hochnebel hervor, verdrängt die Wolken, die Strahlen wärmen und verzaubern den Wald. Wir müssen weiter, fahren zurück auf den Highway 101 in Richtung Süden. Nach ca. 30 Minuten Fahrt sind wir wieder am Pazifik. Es bietet sich erneut ein Anblick zum Staunen: Ruby Beach. Große Mengen an Driftwood liegen am Strand. Die Ebbe lässt den Strand noch tiefer und breiter erscheinen. Wir können bis zu einigen der Felseninseln laufen. Vor wenigen Minuten hatten wir noch Waldduft in der Nase, nun ist es wieder frische, salzige Meeresluft.

Es zieht uns weiter. Der 101 bringt uns bis nach Aberdeen. Der Ort hat seine besten Zeiten schon einige Jahrzehnte - bald ein Jahrhundert - hinter sich. Fischfang und Holzwirtschaft sind nicht mehr einträglich und für recht viel mehr hat es bisher noch nicht gereicht.

Olympic National Park_USA-15.jpg

Umso erstaunter sind wir, dass wir in dem gottverlassenen Nest eine kleine Perle der Gastfreundschaft finden. The Jitter House ist ein kleines Café welches tatsächlich richtig guten italienischen Kaffee und köstliche Sandwiches zaubert. Gottverlassen ist es überhaupt nicht - der Inhaber ist bibelfest und offensichtlich sehr gläubig. Im Lokal stehen einige Pokale von Bibel Rezitierwettbewerben, nebst diversen Devotionalien und Bibelsprüchen an der Wand. Das Türschild verbindet Patriotismus und Glaube. 

IMG_1615.jpg

Von Port Angeles nach Forks - Olympic National Park

Der heutige Tag bringt uns nur 70 Miles weiter, bereichert uns aber um fantastische Eindrücke. Wir fahren von Port Angeles, WA nach Forks, WA und befinden uns im Olympic National Park, in Mitten der Olympic Halbinsel, eingerahmt vom Pazifischen Ozean.

Dieser US Nationalpark ist weniger bekannt aber nicht weniger interessant. Das faszinierende sind die unterschiedlichen Landschaften. Von der Alpinen Hurricane Ridge über tiefe, unberührte Urwälder, bis hin zur rauen zerklüfteten Nordpazifikküste. Alles in einem National Park.

Den Vormittag verbringen wir auf knapp 1.700m Höhe, wandern ein wenig entlang der Hurricane Ridge. Unsere Fahrt bringt uns, wie schon beschrieben durch urige und üppig, grün tiefe Wälder nach Forks. Wir lassen unser Reisegepäck rasch im Motel und machen uns auf den Weg an die Pazifikküste. Hat es heute Morgen nach Pinienwäldern gerochen, haben wir nun den frischen, salzig-fischigen Duft der Küste in der Nase.

Die Küste und ihre Strände sind rau, zerklüftet - Felseninseln, teilweise bewaldet, ragen heraus. Das Wasser sehr kühl und stark salzig. Wir befinden uns in dem kleinen Fischerdorf "La Push". Es beherbergt 350 indianische Seelen vom Stamm der Quileute. Eine kleine Marina, mit aktiven Fischerbooten und ein noch kleineres (leckeres) Fischrestaurant - das wars.

Es ist herrlich bereichernd hier gewesen zu sein!

Von Seattle nach Port Angeles

Wir lassen Seattle und seinen Großraum hinter uns, bewegen uns zunächst südlich nach Tacoma, um von hier aus in Richtung des Highway 101 zu steuern. Dieser bringt uns zu unserem heutigen Etappenziel, Port Angeles.

Tacoma hat seinen Namen der indianischen Bezeichnung des heutigen Mount Rainier zu verdanken. Sie nannten ihn Mount Tahoma. Der Berg gehört zu den aktiven Vulkanen der USA und ist an vielen Tagen sowohl von Seattle, als auch von Tacoma aus zu sehen. Wir haben den Vulkan seit unserer Ankunft noch nicht einmal zu Gesicht bekommen. Die Fernsicht ist extrem niedrig - die Region plagt sich mit dichten Rauchwolken der diversen Waldbrände in Oregon und Kalifornien.

Tacoma selbst verfügt über einen für die Region wichtigen Cargo Hafen, entsprechend nehmen wir die Optik beim Vorbeifahren als maritim-industriell war. Kurz hinter Tacoma bringt uns die Tacom-Narrow-Bridge über den Puget Sound auf die Halbinsel Kitsap. Die Natur übernimmt, das Landschaftsbild wird von größeren, urigen Waldgebieten bestimmt. Jetzt fühlen wir uns mehr und mehr im Norden der USA angekommen.

Von der Halbinsel Kitsap geht es weiter nach Olympic Peninsula. Der nächste Ort am 101 nennt sich Sequim und bezeichnet sich selbst als Lavendel-Hauptstadt. Von den Lavendelfeldern der vielen kleinen Farmen haben wir optisch nicht viel mitbekommen. Es ist zum einen keine typische Blütezeit, zum anderen war es auch im Norden der USA ungewöhnliche warm. Wiesen und Felder sind, wie in Europa, ziemlich ausgetrocknet.

Normalerweise wären wir die gesamte Fahrt über von den Olympic Mountains begleitet worden. Auch diese sind leider nicht zu sehen und verstecken sich hinter den Rauchschleiern. Sehr schade, da die Straßenführung optisch ein Schmankerl gewesen wäre. So fehlen mir auch schöne fotografische Elemente von unserer heutigen Fahrt.

Am Nachmittag erreichen wir Port Angeles. Ein Spaziergang hilft uns diesen keinen Ort zu erfassen. Port Angeles ist der nördlichste Punkt - in 90 Miles Entfernung befindet sich Kanada. Sequim und Port Angeles fungieren, zumindest in den Sommermonaten als Rückzugsort gut betuchter Bürger aus Seattle. Beide Ort sind klein aber gut gepflegt. Die Temperatur ist hier auch spürbar gesunken und sobald die Sonne untergegangen ist, muss man von kalten Temperaturen sprechen. Diese werden uns in den kommenden 2 Tagen bei der Umrundung der Olympic Halbinsel begleiten.

Everett - If it's not a Boeing, I'm not going.

Tag 3 beginnt mit der Fahrt ins ca. 50 Minuten nördlich von Seattle entfernte Everett. Kennern der amerikanischen Wirtschaftsstandorte erschließt sich bei diesem Namen sofort, worum sich der heutigen Vormittag drehen soll.

Wir sind zu Gast bei Boing. In Everett fertigt Boeing seine Großraumflugzeuge 747-800 (Jumbo Jet), 777 und 787 (Dreamliner). Daneben einige militärische Varianten. Everett ist der zweite Standort im Bundesstatt Washington - ein weiterer liegt süd-östlich von Seattle, in Renton. Hier werden die 737 Varianten gefertigt.

Die Wurzeln des Konzerns liegen bei William Edward Boeing, Sohn des deutschen Einwanderers Wilhelm Böing. Als begeisterter Ingenieur gründet er 1916, gemeinsam mit seinem damaligen Kollegen, George Conrad Westevelt, die Pacific Aero Products Company. Bereits 1917 wurde das Unternehmen in Boeing Aeroplane Company umbenannt. Den großen Durchbruch hat Boing den beiden Weltkriegen und dem Saturn Programm der NASA zu verdanken.  

Die zivile Luftfahrt spielt erst in der Neuzeit eine bedeutende Rolle. Mit der Entscheidung für und mit PAN AM ein Großraumflugzeug zu entwickeln, musste Boeing in einen neuen Standort investieren, da am damaligen Stammsitz in Renton, sowie im Großraum Seattle keine ausreichenden Flächen zur Verfügung standen. Die Wahl viel auf Everett. Hier steht bis heute die weltweit größte Fabrikation von zivilen Flugzeugen.

Das Future of Flight Besucherzentrum dient der Anmeldung zur Boeing Werkstour und erklärt mit Hilfe von Modellen und Experimenten für große und kleine Besucher physikalische Zusammen-hänge des Fliegens. Der eigentliche Höhepunkt ist jedoch die Tour in und durch die Produktion!

Wie soll ich dies beschreiben - es ist kaum möglich - das ist ein einzigartiger Einblick, ein faszinierendes Erlebnis und extrem bereichernd, zu sehen, wie ein Flugzeug gefertigt wird. Wir konnten die Fertigungen der 3 größten Flugzeuge von Boeing live erleben und haben u.a. die 9. Maschine des Typs 747-800 Cargo für UPS, die 145. Maschine des Typs 777 für Emirates, die 3 Maschine des Typs 777 für Turkish Airlines und die 31. Maschine des Typs 787 Dreamliner für Norwegian Airlines in verschiedenen Stadien der Fertigung sehen können.

Eigene Fotos kann ich Euch leider keine präsentieren - Kameras, Mobiltelefone, Taschen und Brieftaschen werden während der Werkstour nicht akzeptiert.

Seattle, WA - Tag 2

Der 2. Tag steht auf dem Plan und mit ihm ein Blick ins Detail. Ich habe mir vorgenommen unvoreingenommen, den gestrigen Eindruck hintenanstellend, noch einmal von vorn mit der Stadt Kontakt aufzunehmen.

Im Grunde hat die Stadt ihren Namen dem Häuptling Sealth zu verdanken. Er begrüßte 1851 die ersten Siedler unter Führung von Arthur Denny in der Region. Die Denny Party ließ sich am heutigen Pioneer Square nieder und gilt als Begründer der Stadt Seattle.

Der kleine Platz wirkt unscheinbar, ein indianischer Totempfahl steht in der Mitte, ihm gegenüber das älteste Gebäude der Stadt. Die Hochzeit der damals rasch wachsenden und aufblühenden Stadt startete im 19 Jh. zunächst mit dem Holzhandel und dem Anschluss an die Northern Pacific Eisenbahn, dann mit dem Goldrausch am Klondike. 

Wir wenden uns vom Pioneer Square in Richtung 4. Ave, vorbei am J.C. Smith Tower. Der Schreibmaschinenmagnat ließ selbigen erbauen, erlebte jedoch dessen Eröffnung nicht mehr. Es war der erste Wolkenkratzer der Stadt Seattle. Entlang der 4. Ave reihen sich das Columbia Center, die City Hall und die Central Library. Die Gebäude der Straße stammen weitgehend aus den 80iger bis frühen 2000er Jahren.

Um die Mittagszeit herum legen wir am Pike Place Market eine Pause ein und genießen das warme, sonnige Wetter. Ich träume ein wenig vor mich hin, kann architektonisch aber auch der Stimmung in der Stadt nichts abgewinnen. Die Straßen in Downtown sind, man kann es nicht anders sagen, versifft. Aber so etwas von versifft, wie ich es in keiner Klein- oder Großstadt, geschweige denn Metropole, in den USA bisher erlebt habe.

Vom Pike Place Market aus machen wir uns auf in Richtung Capitol Hill. Das von der LGBT Szene dominierte Viertel soll entlang des Broadways mit reichlich ausgefallenen Läden und Cafés seinen ganz eigenen Charme versprühen. Die Straßenbahn bringt uns den Hügel hinauf. Erster Eindruck - es ist wirkt etwas sauberer und sortierter, die Szene ist unaufdringlich sichtbar. Wir laufen entlang des Broadways, vorbei am Swedish Hospital Komplex. Einen besonderen Charme kann ich nicht verspüren, Cafés gibt es keine außergewöhnlichen und auch sonst wirkt Capitol Hill mit seiner LGBT Szene sehr ausgereift und im Zustand "ganz normal" angekommen - ist ja auch gut so.

Die Straßenbahn bringt uns in Richtung International District - ein Komplex aus China- und Japanese Town, welchen wir bereits beim Durchfahren mit der Straßenbahn erfasst haben - schade. ( Ist jedoch schwer, wenn man die Chinatown in San Francisco und New York kennt, von dem was Seattle bietet, beeindruckt zu sein.) Wir schließen den Nachmittag an der Waterfront ab und fahren am späten Nachmittag zurück in Richtung Columbia City und unserem Airbnb Baumhaus.

Nein, die Stadt macht mich nicht an - im Gegenteil: ich ekel mich vor ihr. Obdachlose soweit das Auge blicken kann, offenkundig hat die Stadt bzw. der Großraum ein Problem. Mit Weltkonzernen, wie Starbucks, Microsoft und Amazon als Arbeitgeber dürfte es derartige Auswüchse von Armut nicht geben.

Doch genau hier liegt der Hase im Pfeffer, die Konzerne sind Magneten für gut ausgebildete Fachkräfte, Wohnraum wird knapp und wer bereits am Rande der Existenz lebte, für den gibt es keinen Platz mehr. Habe ich gestern noch ein lobendes Wort für die Gates Foundation und das Allen Institute verloren, frage ich mich heute, warum die Verantwortung für die Gesellschaft immer nur in der Ferne gesucht werden muss...

Schlaflos in Seattle sind mittlerweile vielen Menschen, nicht aus Liebe, sondern vor Kummer und Sorge um Ihre Habe. Da kann die Stadt noch so politisch grün - demokratisch und tolerant sein, für mich wirkt es aufgesetzt und arrogant. Im übrigen kommt die Bevölkerung der Stadt auch so rüber - noch nie habe ich mich in den USA in einer Stadt so unwohl gefühlt.

Seattle, WA - Tag 1

Der diesjährige Road Trip führt uns entlang des North Pacific Coast Highway 101 von Seattle nach San Francisco. Zum Auftakt der Tour stehen 3 Tage Seattle in unserem Tourenplan.

Die Zeitverschiebung verlangt mal wieder ihren Tribut und so ist es erst 5:00 Uhr morgens als unsere Augen einfach nicht mehr geschlossen bleiben wollen. Wir erwachen in unserem Baumhaus - es ist kein klassisches aber dank der riesigen Pinie im Vorgarten und der Tatsache, dass wir im ausgebauten Dachgeschoß eines netten kleinen Vorstadthauses erwachen, lässt es den Eindruck zu tatsächlich in einem solchen geschlafen zu haben.

Noch ein wenig im Bett hin und her gewälzt und irgendwie doch noch bis 7:00 Uhr liegengeblieben, startet der Sonntag dennoch recht früh. Bereits um 8:00 Uhr sitzen wir in einem gut gefüllten Café in der Rainier Ave in Mitten von Columbia, einer kleinen Vorstadt von Seattle.

Gut gestärkt geht es dann in Richtung Downtown. Wir parken unser Auto in einem der Großraum Parkhäuser und laufen noch etwas benommen durch die Straßen, Downtown Seattle. Der Wetterbericht hat warmes Sommerwetter versprochen. Dieses, so bemerken wir, startet jedoch erst am Mittag. Es ist ziemlich frisch im sonntagmorgentlichen Seattle. Unser Weg führt uns zum Public Market an der Waterfront. Ein netter Streetmarket mit üppigen Blumen- und Obstständen und jeder Menge frischem Fisch. Wir durchqueren den Markt, laufen entlang der Waterfront und zurück hoch in die Häuserschluchten von Downtown.

Bei mir will der Funke nicht so recht überspringen. Sowohl der Public Market als die Waterfront können mit den vergleichbaren Szenarien in San Francisco nicht mithalten und auch Downtown setzt nur in einem Maßstäbe - jeder Menge Obdachloser und an vielen Ecken dem Geruch von altem Urin. Ich geb mir einen Ruck und versuche der Stadt ihre Chance zu geben. Immerhin haben wir eine Segway Tour gebucht und vielleicht zeigt uns der Guide, dass die Stadt auch ganz andere Ecken zu bieten hat.

Mit der Monorail geht es von der Westlake Center Mall Station zur Seattle Center Station. Die Monorail, wie auch das gesamte Areal der Seattle Center Station, inklusive dem Wahrzeichen Seattles, der Space Needle, stammen aus der  Zeit von 1962 und wurden anlässlich der Weltausstellung gebaut. Obwohl schon sehr alt, verbreiten die Monorail, als auch Seattle Center einen besonderen Charme. Ich fühle den futuristischen Aufbruch, den die verschiedenen Gebäude rund um die Seattle Center Station samt Space Needle versprühten. 1962 muss dieses Areal tatsächlich wie eine fantastische Zukunftstadt gewirkt haben.

Unsere Segway Tour startet wenige Blocks entfernt und führt uns durch die Stadtviertel: Lower Queen Anne, Westlake, South Lake Union, mit Blick auf Capitol Hill. Es geht vorbei an der Bill und Melinda Gates Foundation , dem riesigen Areal von Amazon und dem Allen Institute. Beschäftigt man sich mit den beiden dahinterstehenden Initiativen, ist es schön zu sehen, dass nahezu grenzenloser Reichtum auch mit gelebter Verantwortung einhergehen kann. Die Tour führt uns zum Lake Union. Die Promenade entlang des Historischen Museum sowie der Blick auf Capitol Hill zeigen schönere Seiten von Seattle und versöhnen den ersten Eindruck.

Nach der Segway Tour erhalten wir noch den Tipp, zu Fuß zum wenige Blocks entfernten Kerry Park zu laufen und werden mit einem wunderbaren Postkartenblick auf Seattle entschädigt. Kerry Park liegt in Mitten von herrschaftlichen Villen und Apartments für wohlhabende Bürger der Stadt  Seattle. Ein toller Ausblick auf Downtown, die Bay und Richtung Olympic Mountains. Den späten Nachmittag verbringen wir zwischen Downtown und First Hill, u.a. in der Kaffeerösterei von Starbucks. Der Konzern hat im übrigen hier in Seattle seinen Ursprung. Dies gilt auch für Amazon und Microsoft.

Für Tag zwei steht ein Blick ins Detail auf dem Plan - wir möchten tiefer in die Stadtviertel ein- und vordringen. 

Warschau - Facettenreich und voller Kindheitserinnerungen

Tag 1

Wir haben den zweiten Teil unseres diesjährigen Pfingstausflugs begonnen und sind von Krakau nach Warschau geflogen. Eigentlich hatte ich geplant mit dem Zug zu reisen - die Bahnstrecke wird jedoch erneuert und die Verbindung ist nicht ohne lange Umwege verfügbar. Nach knapp 50 Minuten Flug landen wir am Chopin Airport in Warschau. Mit der S-Bahn geht es weiter in Richtung Innenstadt. Unser Hotel ist relativ zentral gelegen und so können wir auf der Fahrt mit der S-Bahn erste Eindrücke sammeln.

Mein erster Eindruck - ich bekomme das Gefühl in meine Kindheit zu reisen. Warschau zeigt auch in den Außenbezirken die Architektur des Ostblocks. Ich finde das nicht wirklich hässlich - es hat seinen eigenen Charme. Den Koffer rasch abgestellt, zieht es uns gleich los den ersten Kontakt zur Stadt und den Menschen aufzunehmen. Wir fahren mit der Tram bis zur Haltestelle Muzeum Narodowe 05 und laufen die Ulica Nowy Swiat in Richtung Altstadt.

Die Nowy Swiat, zu deutsch "Neue Welt Straße" gehört zu den schönsten Straßen Warschaus. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurde die Straße im Stil des 19. Jahrhunderts wieder aufgebaut. Hübsche Cafes, Restaurants und kleinere Geschäfte laden zum Bummeln ein. Die Straße ist am Sonntag für Fahrzeuge gesperrt und führt am Ende direkt zur Sigismundsäule und dem Schlossplatz. Ganz soweit schaffen wir es am ersten Tag noch nicht, es ist bereits früher Abend und wir bekommen Hunger. Am Kopernikusdenkmal machen wir kehrt und widmen unsere Aufmerksamkeit einem typisch polnischen Gericht "Pierogi". Die gefüllten Teigtaschen gibt es in der süßen Variante oder aber auch herzhaft gefüllt. Da es unser Abendessen sein soll, entscheiden wir uns für die herzhafte Variante und fallen ein wenig später müde in unser Hotelbett.

Tag 2

Nach dem erfolgreichen Segway Kick-off in Krakau haben wir beschlossen, dies auch in Warschau als unser präferiertes Verkehrsmittel zur Erkundung der Stadt zu nutzen. Diesmal geben wir es uns aber richtig und buchen eine 2-stündige Tour, welche am Ende fast 3 Stunden dauert. Wir können Euch Segway-Tours und im besonderen Mathew (Mattihas) empfehlen. Matt ist Student an der Universität Warschau und widmet sich der polnischen Sprache. Er wird uns seine Stadt zeigen.

Die Tour startet in der Ulica Nowy Swiat und führt uns zunächst in Richtung des Kulturpalasts. Er gehört seit seiner Errichtung in den 50iger Jahren zu den Wahrzeichen der Stadt Warschau und ist ein gigantisch großer Stalinbau. Überhaupt gibt es in Warschau viele aus den 50iger/ 60iger Jahren stammende Straßenzüge, welche in ihrer Größe, Länge und Architektur von der Sowjetära geprägt sind. Für mich fühlt sich das gut an - es ist ein Teil meiner Kindheit, welchen es kaum mehr in Deutschland zusehen gibt und so bin ich hier in Warschau immer wieder gedanklich in meiner Kindheit unterwegs. 

Wir fahren weiter in Richtung Ogrod Saski (Sachsen Garten) und tauchen mitten in der Stadt in eine kleine Oase eine. Eine wunderschöne kleine Parkanlage aus der Zeit August II. dem Starken stammend. Das dazugehörige Schloss gibt es seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr. Nur ein winziger Teil von Bogengängen ist stehen geblieben. Hier befindet sich das Denkmal des unbekannten Soldaten. Das Denkmal wird von 2 polnischen Soldaten, mit Blick auf den Plac Marszalka Jozefa Pilsudskiego gerichtet, bewacht. Stündlich findet hier eine Wachablösung statt.

Unsere Tour geht weiter, vorbei am Nationaltheater, dem alten Rathaus und stoppt in mitten einer auf dem ersten Blick unauffälligen, kleinen Straße. Wir stehen links, auf der rechten Straßenseite sehen wir ein verfallenes Gebäude mit sichtbaren Einschusslöchern in den Steinen. Davor ein Denkmal aus einem W und P geformt. Das Symbol ist mir gestern schon aufgefallen und heute bekommen wir die Erklärung dafür. Wojsko Polskie steht für den Warschauer Aufstand im zweiten Weltkrieg. Darauf ist man hier in Warschau sehr stolz. Das Gebäude war übrigens vor dem Krieg eine Bank, während des Kriegs eine Klinik.

Weiter geht es und nach einigen hundert Metern finden sich auf den Gehsteigen Metallstreifen mit der Innschrift "Warswa Ghetto 1940 bis 1943". Kann man die Innschrift lesen, befindet man sich im Ghetto. In der heutigen Grundfläche leben ca. 40.000 Menschen. Zu Hochzeiten des Ghettos waren es 500.000 (!) Menschen jüdischen Glaubens. Viele von ihnen verstarben bereits im Ghetto an Unterernährung und Krankheiten, alle anderen wurden entweder im KZ Treblinka oder in Auschwitz-Birkenau ermordet. An dieser Stelle ein Filmtipp: "Der Pianist". Polen macht es Paul und mir nicht einfach und stößt uns immer wieder auf die Vergangenheit Deutschlands. Matt lässt uns wissen, dass er Deutsche nicht damit assoziiert - er sagt in Polen gibt es einen eigenen Begriff für diese Generation "hilterowski", gleichbedeutend mit Hitler-Menschen.

Wir fahren nun in Richtung Altstadt und stehen plötzlich wieder in einem traumhaft schönen Garten. Es ist die Parkanlage samt Palast der früheren Magnatenfamilie Krasinski. In den letzten Jahren hatte hier das oberste Gericht Polens seinen Sitz. Dieses ist nun direkt hinter den Palast in ein modernes Gebäude gezogen. An der vom Standort Krasinski Palast aus gesehen linken Seite des neuen Obersten Gerichtsgebäudes befindet sich die Hidden Fontain. Auch hier befindet sich wieder eine Grenze des Warschauer Ghettos. 

Mit einem Mal werden die Straßen richtig alt. Kopfsteinpflaster und mittelaterliche Häuser zur rechten und zur linken Hand. Was für eine Facettenwechsel! Wir befinden uns in der Neustadt (ja Neustadt) noch vor den Toren der Altstadt und fahren am Haus von Marie Sklodowska-Curie vorbei, weiter zum Neustadtmarkt. Plötzlich sind wir in einer Umgebung, welche sich eher wie ein kleines slavisches Dorf präsentiert und anfühlt. Nichts lässt mehr an das Warschau von vor einigen Minuten erinnern. Toll! Wir sind begeistert. Matt "treibt" uns weiter und es geht hinunter an die Ufer der Weichsel. Wir fahren durch eine moderne Parkanlage, in welcher an den warmen Wochenenden des Jahres laut Matt die Hölle los ist und am Abend eine tolle Laser-Fontainen-Show zu sehen sein soll.

Vom Weichselufer aus geht es über noch buckeligere und ältere Kopfsteinpflasterstraßen hinauf in die Altstadt und auf den Altstadtmark. Dieser wirkt wirklich wie aus dem frühen Mittelalter - alle Gebäude wurden jedoch anhand von historischen Gemälden nach dem 2. Weltkrieg wieder erichtet und gehören zum UNESCO Weltkulturerbe, obwohl nicht ein Gebäude historisch ist. Schön, dass man bei der UNESCO so flexibel ist und diese Altstadt schützt. Wir fahren von hieraus zum Warschauer Königsschloss und zur Sigismundsäule - ja auch hier ist alles "refurbished" und wirkt trotzdem original alt. :-) Die Säule steht heute auch für den Wiederaufbau von Warschau. Der Sigismund bekommt zu Europa- und Weltmeisterschaften den Fanschal der polnischen Nationalelf umgebunden.

Es geht vorbei an der Universität von Warschau und zurück in die Ulica Nowy Swiat. Zwei Stunden und 40 Minuten Segway stecken uns wirklich in den Füßen. Es fühlt sich an, als ob wir die Hälfte davon gelaufen sind. Dies verdient einen Apfelkuchen nach polnischer Hausfrauenart, in welchen sich Paul "instant" verliebt hat. In ein zwei Jahren bliebe es wohl nicht nur beim polnischen Apfelkuchen - die hübschen polnischen Mädchen sind meinem Sohn auch aufgefallen. 

Den Spätnachmittag und Abend lassen wir beim gemütlichen Spaziergang durch die Straßen an uns vorüber ziehen und ich tag-träume ob der Architektur und dem umfassenden Straßengefühl in Kindheitserinnerungen vor mich hin. Wir haben Warschau als eine moderne, pulsierende Stadt wahrgenommen. Auch hier besticht das Straßenbild durch junge Menschen, hübsche und stolze Frauen, viel mehr jungen Müttern mit Kindern als in deutschen Städten, geschäftigem Treiben und Touristen.

Wir haben uns in Warschau als willkommene Gäste gefühlt und können eine Reise nach Warschau empfehlen. Der eindeutige "Geheimtipp" ist jedoch Krakau.

Mehr Bilder gibts hier: