Budapest - Elisabethstadt

Wir wollen eintauchen, die Stadt spüren und das Gefühl von Budapest wahrnehmen. Unser Hotel liegt perfekt. Nur zwei Straßen entfernt liegt der Stadtteil Elisabethstadt. Vor dem zweiten Weltkrieg lebten hier 200.000 Juden. Für viele wurde dieser Stadtteil als Ghetto zum Grab.

Heute leben 80.000 Juden in Budapest, meist über die gesamte Stadt verteilt und dennoch ist Elisabethstadt weiterhin Zentrum des jüdischen Lebens. Die große Synagoge an der Dohany utca, erbaut im 19.Jahrhundert im byzantinisch-maurischen Stil, ist die größte Synagoge Europas und ein Highlight der Stadt. Da wir Samstag, Sabbat, haben, ist die Synagoge heute geschlossen und wir werden erst in den kommenden Tagen Gelegenheit haben sie von innen zu bewundern.

Wir laufen durch einen wahrhaften Trendbezirk. Kleine Cafés, schicke Restaurants und Boutiquen wechseln sich mit alternativen Szenebars und Hofflohmärkten ab. Hier und da bröckelt der Putz mächtig von den Häusern, um so gleich wieder von wunderschön hergerichtet Fassaden abgelöst zu werden. Hier pulsiert junges (jüdisches) Leben. Restaurants bieten koschere Küche und tragen Namen, wie Kazimir. Das gefällt uns! Vorallem Paul ist schwer angetan. Derartige Stadtviertel innervieren seine poetisch-schöngeistigen Gehirnregionen und den dazugehörigen Wortschatz. 🥰

Den Nachmittag verbringen wir Kaffee trinkend und im Ruhemodus an der schönen blauen Donau. Das gleichnamige Musikstück summt dabei in meinen Ohren. Ich würde sagen, Budapest hat uns schon ein kleinwenig erobert.

Bilder findet Ihr hier.