Von Seattle nach Port Angeles

Wir lassen Seattle und seinen Großraum hinter uns, bewegen uns zunächst südlich nach Tacoma, um von hier aus in Richtung des Highway 101 zu steuern. Dieser bringt uns zu unserem heutigen Etappenziel, Port Angeles.

Tacoma hat seinen Namen der indianischen Bezeichnung des heutigen Mount Rainier zu verdanken. Sie nannten ihn Mount Tahoma. Der Berg gehört zu den aktiven Vulkanen der USA und ist an vielen Tagen sowohl von Seattle, als auch von Tacoma aus zu sehen. Wir haben den Vulkan seit unserer Ankunft noch nicht einmal zu Gesicht bekommen. Die Fernsicht ist extrem niedrig - die Region plagt sich mit dichten Rauchwolken der diversen Waldbrände in Oregon und Kalifornien.

Tacoma selbst verfügt über einen für die Region wichtigen Cargo Hafen, entsprechend nehmen wir die Optik beim Vorbeifahren als maritim-industriell war. Kurz hinter Tacoma bringt uns die Tacom-Narrow-Bridge über den Puget Sound auf die Halbinsel Kitsap. Die Natur übernimmt, das Landschaftsbild wird von größeren, urigen Waldgebieten bestimmt. Jetzt fühlen wir uns mehr und mehr im Norden der USA angekommen.

Von der Halbinsel Kitsap geht es weiter nach Olympic Peninsula. Der nächste Ort am 101 nennt sich Sequim und bezeichnet sich selbst als Lavendel-Hauptstadt. Von den Lavendelfeldern der vielen kleinen Farmen haben wir optisch nicht viel mitbekommen. Es ist zum einen keine typische Blütezeit, zum anderen war es auch im Norden der USA ungewöhnliche warm. Wiesen und Felder sind, wie in Europa, ziemlich ausgetrocknet.

Normalerweise wären wir die gesamte Fahrt über von den Olympic Mountains begleitet worden. Auch diese sind leider nicht zu sehen und verstecken sich hinter den Rauchschleiern. Sehr schade, da die Straßenführung optisch ein Schmankerl gewesen wäre. So fehlen mir auch schöne fotografische Elemente von unserer heutigen Fahrt.

Am Nachmittag erreichen wir Port Angeles. Ein Spaziergang hilft uns diesen keinen Ort zu erfassen. Port Angeles ist der nördlichste Punkt - in 90 Miles Entfernung befindet sich Kanada. Sequim und Port Angeles fungieren, zumindest in den Sommermonaten als Rückzugsort gut betuchter Bürger aus Seattle. Beide Ort sind klein aber gut gepflegt. Die Temperatur ist hier auch spürbar gesunken und sobald die Sonne untergegangen ist, muss man von kalten Temperaturen sprechen. Diese werden uns in den kommenden 2 Tagen bei der Umrundung der Olympic Halbinsel begleiten.