Palo Duro Canyon

Die Landschaften im Westen werden immer interessanter und so haben wir den heutigen Tag nicht auf der Route 66 verbracht, sondern sind auf einen Abstecher in den nahegelegenen Palo Duro Canyon gefahren. Der Palo Duro ist ein kleiner Bruder des gewaltigen Gran Canyon aber nicht minder schön, wenn nicht sogar viel schöner.

Es geht über weites texanisches Land - Felder und Rinderweiden säumen die Straße - kaum vorstellbar, dass wir in knapp 20 Minuten von Amarillo entfernt, mitten in einem ca. 120 Miles langen Canyon stehen sollen. Und dann taucht am Horizont wirklich ein Bruch in der Weite auf, es klafft eine Lücke in der Landschaft. Zunächst nicht richtig wahrzunehmen, eröffnet sich auf einmal ein phänomenaler Blick in ein tiefes und breites Tal. Ich bekomme das Gefühl mich niederzusetzen und eine Marlboro anzustecken.

Über eine kleine Straße gelangen wir tief in das National Preserve hinein. Zahlreiche leichte bis schwerere Touren stehen zum Wandern bereit. Wir entschließen uns für eine mittelschwere Tour. Es sind schließlich 104°F - keine Wolke am Himmel - man muss es ja nicht übertreiben.

Mit ausreichend Wasser in den Rucksäcken tauchen wir tiefer in die Canyonlandschaft hinein. Es ist ein atemberaubendes Gefühl, umgeben von imposanten roten Felsen, karger Vegetation und in glühender Hitze dieses Naturwunder zu erleben. Natürlich habe ich wieder eine Melodie im Kopf - in einer nicht wollenden Endlosschleife dudelt die Titelmusik "Die Gloreichen Sieben" in meinem Kopf.

Nach gut zwei Stunden sind wir zurück am Auto, völlig verschwitzt aber sehr glücklich geht es zurück ins Motel und ab unter die Dusche. Morgen wartet wieder die Route 66 und trägt uns weiter nach Santa Fe.