Surf City USA - Huntington Beach

Den gestrigen Tag haben wir ganz gemütlich oder wie Paul und Emma sagen, ganz gechilled, am Pool begonnen. Frühstücken, sonnen, baden, Seele baumeln lassen. Mehr als 4 Stunden halten wir das allerdings nicht aus und so haben wir uns dann auf den Weg nach Huntington Beach gemacht.

Der Weg, nur knappe 30 Minuten mit dem Auto von unserem Hotel in Anaheim entfernt, hat sich durchaus gelohnt. Huntington Beach präsentiert sich als schicker Surferort und trägt ganz offiziell und sehr berechtigt, den Beinamen Surf City U.S.A. Die Main Street bietet Surfshops und Modegeschäfte, Bars, Cafès und Restaurants. Am Ende kreuzt sie den Highway No. 1 und führt direkt auf die sehr gepflegte Pieranlage.

Von der Pier aus kann man die Weite und Breite des tollen Pazifikstrands von Huntington Beach super erfassen, den Surfen und Anglern zuschauen, die Seele baumeln lassen und einfach so seinen Gedanken hinterher jagen. Das ist ein Stück Kalifornien, wie es sich viele, die noch nier hier waren immer vorstellen. Mir gingen dabei die ganze Zeit die Melodien von Bryan Wilson und den Beach Boys duch den Kopf. Surfin´ U.S.A., Good Vibrations, California Girls ... .

Meinem Sohn Paul, der mit mir direkt im Anschluss unseres Urlaubs den Fischereischein machen wird, waren die Angler ein besonders willkommener Spass und ehe ich mich versah, war Paul im Gespräch mit einem der Männer und hatte schwups, seine Rute in der Hand. Danach gab es kein halten mehr und Paul war für den Rest des Nachmittags bestens aufgehoben. Am Ende waren es 7 Sardellen, die er aus dem Pazifik geangelt hat. Was für ein Spaß!

Den Fang seines Tages, vielleicht Lebens, hatte Aaron, ein nur noch für 3 Tage, wie er berichtete, in Kalifonrien stationierter US Soldat. Unter großem Jubel und voller, ansteckender Euphorie zog er einen doch beachtlichen Thresher Shark aus dem Wasser. Haie gehören hier, wie bei uns Rehe, dazu und so war es auch nicht verwunderlich, dass sich die Surfer nicht viel daraus machten, dass sie in sichtbarer Gesellschaft die Brandung miteinander teilten.

Wir konnten und wollten uns einfach nicht von Huntington Beach losreißen und haben den Sonnenuntergang in einer der Bar-Restaurants genossen. Vielleicht macht Ihr Euch beim anschauen meiner Bilder einen der Beach Boys Titel an und könnt Euch nach Huntington Beach träumen.

Traumfabrik Hollywood - Zu Gast in den Warner Brothers Studios

Da wir L.A. schon von früheren Aufenthalten kennen, können wir uns die Zeit nehmen und ganz ausgewählte Ausflüge unternehmen. Heute waren wir in einem der ältesten Studios der Traumfabrik Hollywood zu Gast - Warner Brothers.

Jeder von Euch kennt Kinofilme und Fernsehserien, welche hier in Burbank produziert werden, doch kennt ihr auch die Geschichte des Studios? Es waren vier aus Polen stammende Brüder, die im Jahr 1903 mit einem Edison-Kinetoskop den Grundstein für das im Jahr 1923 gegründete Unternehmen Warner Brothers Pictures Inc. legten.

Gerade die frühen Erfolge kennt jeder - ich liebe die Kleinen über alles und war total erstaunt, dass die Winzlinge schon so alt sind. Die Rede ist von den "Looney Tunes". Hättet ihr gedacht das Daffy Duck bereits 1935 und Bugs Bunny 1937 das Licht der Leinwandwelt erblickten? Die haben sich gut gehalten und erfreuen noch immer Millionen von Kindern und Erwachsenen. Ich kann mir die alten Filme immer wieder ansehen und mich an den Geschichten erfreuen. Viele haben einen derart großen Bezug zum Lebensraum Kalifornien: Road Runner und Koyotee zum Beispiel - beide Tiere haben wir auf unserer Reise sehen können.

Auch Klassiker wie "Cassablanca"oder Alfred Hitchcocks "Bei Anruf Mord" sind hier in den Warner Brother Studio entstanden. Apropos entstanden, Warner hat nicht nur gigantisch große Studiohallen, auch das Außengelände ist mit umfangreichen Straßenzügen ausgestattet. Um die Gebäude so breit wie möglich nutzen zu können, verzichtet Warner Brother die auf dem Gelände stehenden Gebäude der einzelnen Subsidiarys und untervermieteten Produktionsfirmen zu beschriften. So zum Beispiel arbeiten Produktionsfirmen in Bürogebäuden, die wie ein Motel aussehen, andere in Gebäuden die hervorragend auch als Airportgebäude und wiederum andere als typisch amerikanisches Haus im viktorianischen Stil für Produktionen mit Außenaufnahmen genutzt werden können.

Originale Spots werden ganz selten genutzt und so konnten wir New Yorker und Chicagoer Straßenzüge sehen. Fast alles was wir im Kino zu sehen bekommen ist nicht real. Hydranten, welche noch im Abstand von nur 30 cm wie echt aussehen, entpuppen sich als leicht anzuhebende Attrappen und Straßenzüge werden für Filmaufnahmen mitten im Hochsommer in eine Winterlandschaft verwandelt.

Die Neuzeit brachte mit den enormen Rechenkapazitäten der Computer noch ganz andere Möglichkeiten und so sind Filme wie Harry Potter, Matrix und auch der Große Getsby reine Fiktion und nahezu vollständig vor Blue Screens entstanden. Es gibt hier einfach nichts was es nicht gibt. Der Hubschrauberlandeplatz und Fronteingang des "ER" aus der Fernsehserie Emergency Room ist ein Parkplatz für Mitarbeiter und zahlreiche Cafès auf dem Gelände erkennen wir ebenfalls aus Filmen.

Wir alle sind große Fans der Big Bang Theory und hatten gehofft, heute einen Blick in das Studio werfen zu können - leider fanden gerade Dreharbeiten zur neuen Staffel in Halle 25 statt, sodass uns dieser Einblick nicht möglich war. Dafür saßen wir auf der Couch, im Wohnzimmer der berühmten Serie "Friends", haben uns am Set der aktuellen TV-Serie "The Fosters" umsehen können, standen vor der Kirche in Blue Rich Mountain aus "Die Waltons", sowie in der fiktiven Kleinstadt Starts Hollow aus "Gilmore Girls" und, und, und.

Stars haben wir keine gesehen aber irgendwie war ich Penny ganz nah und hätte beinahe "knock, knock Penny, knock knock Penny, knock knock Penny" an die Tür der Studiohalle 25 geklopft und immerhin - ein "Bazinga" Shirt habe ich erstanden.

Santa Monica

Wir sind sie gefahren, die Route 66. Waren auf den Spuren vieler Millionen Menschen unterwegs. Derer, die sich als die ersten Siedler auf den Weg machten in den Westen, um hier ihr Leben von Freiheit zu Leben. Glücksrittern, die dem Rausch des Goldes folgten. Handelsvertretern, die am Ende ein milliardenschweres Unternehmen aufbauten, Familien, die vielleicht einfach nur Freunde besuchten und so vielen anderen mehr.

Wir haben Metropolen gesehen, die wie ein unendlicher Motor von Kultur, Reichtum und Wohlstand auf uns wirkten. Sind auf Großstädte gestoßen, die wie vergessen und in einer vergangenen Zeit stillgestanden zu sein wirkten. Durch wirkliche und lebenswerte Landschaften gefahren, haben Wüsten, leere und von Gott verlassene Gegenden gesehen.

In vielen Ortschaften haben wir das Flair der großen Straße, das Leben und den Reichtum, welches die Route 66 mit sich gebracht hat, fühlen, spüren und sehen können. Die Route 66 war nicht nur eine Straße - sie war eine Lebensader, die zwischen Chicago und Santa Monica, vollgepackt mit Träumen und Hoffnungen, mit Leben und Überleben, mit Alltag und Alltäglichem. Zur Legende wurde sie durch ihre wahren und hinzugedichteten Geschichten, durch kleine und große Schicksale und ganz am Ende durch Touristen wie uns, die dem Hauch des glorifizierten Amerikas erliegen und hinterher träumen.

Wir hatten wie jeder der die Route 66 befährt einen Traum - sind glücklich und aufgeladen mit einer Vielzahl von Impressionen in Santa Monica, dem Ende unserer Reise angekommen. Sind sie in Erfüllung gegangen unsere Träume? Einige vielleicht, anderen nicht. Aber Träume dürfen auch gar nicht alle in Erfüllung gehen, denn aus ihnen entstehen die Geschichten, die am Ende zu Legenden werden.

Heading Los Angeles, CA

Zwei Tage Las Vegas mit Shoppen, Spielen und Erholen am Pool liegen hinter uns. Das war schön und gehört für uns auch zu einem USA Urlaub. Heute starten wir die Schlussetappe unserer langen Reise auf der Route 66.  Wie ein Magnet zieht uns Los Angeles an. Von der Route 66 sind in Kalifornien noch gut 300 Miles erhalten und befahrbar. Gut 100 Miles davon liegen im Großraum L.A. und für diese benötigt man 1 (!) in Worten, einen ganzen Tag. Wir beschränken uns auf die außerhalb liegenden Abschnitte und passieren die Orte Barstow, Hodge, Oro Grande oder Victorville. Allesamt keine nennenswerten Schönheiten und so kann ich Euch nicht viel berichten, immerhin Sammy Davis Jr. soll in Victorville bei einem Autounfall ein Auge verloren haben.

Zunächst reisen wir durch die endlos erscheinende Mojave Wüste, vorbei an ganz viel Nichts und, dass mögen viele nicht glauben, an großen Energiekraftwerken - nicht Atomkraft - nein, es handelt sich um renewable energy. Power Solar Kraftwerke und gigantische Windparks. Kalifornien ist in Sachen erneuerbare Energien vorn dabei, nicht zuletzt auch ein Erfolg des ehemaligen Gov. Schwarzenegger.

Auch Orte wie die Mojave Wüste haben ihre Reize. Es ist die besondere Stimmung aus Leere, Trostlosigkeit, sengender Hitze (111°F)  und der Hauch des Todes den man hier spürt. Während ich einige Bilder fotografiere, um Euch die Stimmung zu transportieren, habe ich wieder eine Sequenz, wie soll es anders sein, aus einem Animationsfilm (Rango) im Kopf, welche meine beschriebenen Eindrücke erfrischend witzig transportieren.

For more info on 'Rango' visit: http://www.hollywood.com

Copyright by Nickelodeon MoviesBlind Wink and GK Films.

Geografisch und geologisch gibt es wieder ein Highlight. Wir überqueren die San Andreas Verwerfung und befinden uns auf der Pazifischen Platte. Diese Region gilt als eine der aktivsten tektonischen Zonen und hat sowohl L.A. als auch San Francisco bereits verheerende Erdbeben beschert. Die Nordamerikanische Platte, auf welchem sich die USA zum größten Teil befindet, bewegt sich nach Süden, die Pazifische entgegengesetzt. Nicht nur als sich breit auftürmender Canyon ist der San Andreas Graben gut sichtbar, bei genauem Betrachten, sieht man sogar die unterschiedlichen Gesteinsarten.

Es vergeht kein Tag in L.A. an dem die Erde nicht bebt. Es sind freilich Mikrobeben, welche von Messinstrumenten aufgezeichnet werden. Ab und an rappelt es auch für den Menschen spürbar. Größere Beben sind sowohl für San Francisco als auch für Los Angeles überfällig. So gern ich ein Erdbeben auch einmal selbst spüren möchte, wünsche ich es den beiden Metropolen und den hier lebenden Millionen Menschen, dass es noch lange auf sich warten lässt.

Wir lassen den Graben hinter uns und fahren auf der 66 nach San Bernadino. Hier liebe Blog Leser, befindet sich die Geburtsstätte eines der amerikanischen Unternehmen der Welt, welche nahezu an allen Orten dieser Erde bekannt ist und über Jahrzehnte Klischees vom ausschließlich Burger essenden Amerikaner geprägt hat. Bevor ich noch länger um den heißen Brei schreibe, lasse ich die Katze aus dem Sack: McDonalds. Hier in San Bernadino entwickelten 1940 die Brüder Dick und Mac McDonald das Konzept des Schnellrestaurants.

Bis dato gab es selbstverständlich Imbissbuden, wie wir sie alle kennen. Diese hatten jedoch auch alle eines gemeinsam: Bei größerem Kundenaufkommen geraten diese Würstelbuden an ihre Kapazitätsgrenzen und es bilden sich lange Warteschlangen. Das Problem erkannten die beiden und tüftelten an einem Organisationsmodell, welches die Zubereitungsabläufe in der Küche strukturiert und so organisiert, dass selbige sich nicht überschneiden und die Mitarbeiter Hand in Hand arbeiten. Dafür zeichneten die beiden den Grundriss ihrer Küche samt der notwendigen Zubereitungsstationen auf ein Baseballfeld und ließen die Mitarbeiter darin immer wieder die Abläufe durchspielen. Mit der Stoppuhr in der Hand und auf einer Leiter, von oben die Abläufe beobachtend, wurden immer wieder Anpassungen vorgenommen, bis schlussendlich das Optimum erreicht war.

Die beiden übertrugen nun ihr Konzept in die reale Küche und stellten rasch fest, dass sie technisch aufrüsten mussten, um das Optimum wirklich herauszuholen und bestellten u.a. mehrere 5-armige Multimixer zur Zubereitung von Milchshakes. Das Volumen der Bestellungen für ein Restaurant war so ungewöhnlich, dass der Handelsvertreter Ray Kroc es nicht glauben konnte und beschloss, dieses Restaurant persönlich zu besuchen.

Ray war so fasziniert von dieser perfekten Organisationsstruktur, dass ihn die Frage umtrieb, warum die Brüder kein weiteres Restaurant oder gar mehrere betrieben. Unmengen an Dollar ließen sich so damit verdienen. Er überzeugte die Brüder, welche bereits schon einmal erfolglos einen Versuch der Expansion gestartet hatten, ihn eine Franchise Filiale in Des Plaines, Illinois zu eröffnen zu lassen. Am 15. April 1955 öffnete die Filiale, welche heute das offizielle Museum des Unternehmens Mc Donalds ist.

Schon bald verstand sich Ray Kroc, mehr als Business Development Manager und er fand neueFranchisenehmer in Chicago.

1956 20 Millionen verkaufte Hamburger
1957 50 Millionen verkaufte Hamburger
1958 100 Millionen verkaufte Hamburger

Mit steigendem Erfolg und eigenen Fillialen in Illinois, kam Ray immer wieder mit neuen, eigenen Ideen auf Dick und Mac zu, doch die beiden Brüder hatten zum einen nie vor ihr Geschäft derartig anschwellen zu lassen, noch wollten die beiden irgendetwas an ihren Produkten optimieren. Streit und Disharmonie waren vorprogrammiert, vor allem darüber, dass viele der damaligen Franchisenehmer eigene Produkte entwickelten und ihre Fillialen oft vernachlässigten.

Trotz der stetig wachsenden Restaurants kam Ray finanziell auf keinen grünen Zweig. Harry Sonneborn, späterer Finanzchef, erkannte, dass nicht Franchisegebühren, sondern Pacht die Einnahmen richtig ankurbeln würden. Sonneborn gründete die McDonalds Immobilienunternehmung, welche Grundstückseigentümer ausfindig machte, die auf ihrem eigenen Land von ihrem eigenen Geld eine Franchisefilliale bauten.

Die Immobilienfirma pachtete das Land für 20 Jahre. Die Immobilienfirma des Franchise Unternehmens wiederum verpachtete das Gebäude an einen Franchisenehmer weiter, mit einem Aufschlag von (anfangs) 20 % und mit einem Vertrag, der die Pacht an den Umsatz band. Der Franchisenehmer musste auf jeden Fall die Pacht zahlen, oder aber (anfangs) 5% vom Umsatz, wenn diese 5% höher waren als die vereinbarte Pacht. Die Grundstückseigentümer sahen von diesen Mehreinnahmen natürlich nichts.

Die Pachtverträge hatten einen großen Vorteil. Das Unternehmen bekam Macht über seine Franchisenehmer, denn der Pachtvertrag wurde mit der Lizenz gekoppelt, so dass ein Verstoß gegen die Franchise eine Kündigung des Pachtvertrages nach sich ziehen konnte. Was mit dem ursprünglichen Franchiseverträgen nicht gelang, das gelang mit dem Pachtvertrag. Wer nicht 100prozentig machte, was die Zentrale wollte, der musste gehen - auch aus dem Gebäude.

Schlussendlich gewann Ray Kroc die Oberhand und kaufte MacDonalds für 2.7 Millionen USD den Brüdern Dick und Mac McDonald ab. Vertraglich wurde geregelt, dass beide den Namen McDonalds nicht mehr für ein Restaurant verwenden durften. Das Restaurant der beiden firmierte zu „Big M“ um. 1962 eröffnete Ray in unmittelbarer Nähe ein McDonalds Restaurant. Dick und Mac entschieden sich für den Ruhestand und das Big M Restaurant wurde 1972 abgerissen. Lediglich das Straßenschild des Big M verblieb.

Die Geschichte ist tragisch auf der ein aber auch faszinierend und erstaunlich auf der anderen Seite und ein Beweis für die Wirklichkeit des großen amerikanischen Traums, der es ermöglicht mit einer zündenden Idee, harter Arbeit und Geschäftssinn vom Tellerwäscher zum Millionär zu werden.

Die Geschichtegibt es als Hollywood Film.

In Theaters Everywhere January 20th! SYNOPSIS Written by Robert Siegel (BIG FAN), THE FOUNDER is a drama that tells the true story of how Ray Kroc (Michael Keaton), a salesman from Illinois, met Mac and Dick McDonald, who were running a burger operation in 1950s Southern California.

Wir sind im Großraum von Los Angeles angekommen. Morgen beenden wir unsere Route 66 Reise offiziell - am Santa Monica Pier und verbringen noch einige Tage in Los Angeles.

Von Sedona, AZ nach Kingman, AZ

Es geht zurück auf die Straße und damit auch immer näher an unser Ziel. Unsere heutige Etappe auf der Mutter aller Straßen führt uns bis nach Kingman in Arizona. Von hier aus machen wir für 2 Nächte einen Abstecher nach Las Vegas.

Auch Sedona war ein Abstecher und so fahren wir zunächst nach Flagstaff, um wieder auf die Route 66 zu gelangen. Teilweise müssen wir dem Interstate 40 folgen, da dieser direkt über die alte Straße betoniert wurde. Ab Exit 165 können wir wieder auf der 66 fahren und gelangen nach Williams. Der Ort selbst ist gut in Schuss und eine alte, kleine Westernstadt, wie man sie sich so vorstellt. Übrigens, Williams hat sich lange gerichtlich vor der Umgehung durch den Interstate gewehrt und nur gegen den Deal, mit mehreren Exits angeschlossen zu werden, klein beigegeben.

Freilich ist auch dieser Ort eine lebendige Devozionalie und verkauft ebensolche auch in zahlreichen Giftshops aber das gehört auch dazu. Ansonsten schimpft sich Williams als "Gateway to Grand Canyon", was so auch stimmt. Dementsprechend gibt es einiges an Motels rund um den Ort. Wir haben den Grand Canyon ausgelassen, da er zum einen noch gut 1.5 Stunden einfache Fahrt (!) entfernt liegt, zum anderen möchten wir Grand Canyon, Zion, Bryce etc mit ausreichend Zeit auf einer unserer nächsten Reisen anschauen.

Mit Eindrücken und Bildern aus Williams geht es weiter auf der Straße und wir können einen Streckenabschnitt befahren, der sich von Seligman über Peach Springs bis Kingman sehr weit von dem I40 entfernt. Während Seligman und Kingman jeweils direkter Knotenpunkt dieses verlassenen Abschnitts am I40 darstellen, ist Peach Springs einer der vergessensten Orte.

Genau dieser Ort hat die Drehbuchautoren von Pixars Animationsfilm "Cars" inspiriert, von dem Schicksal und dem damit häufig verbundenen Untergang der vielen kleinen Orte, welche einst mitten im Leben der Route 66 lagen, zu erzählen. In Cars nennt sich der Ort Radiator Springs und viele der von mir fotografierten Plätze finden sich darin wieder.

Ich habe mir wirklich nicht vorstellen können aber der Film transportiert sehr viele Wahrheiten und sehr viele Gefühle, welche ich auf unserer langen Reise erlebt und gespürt habe. Wer damit leben kann, das die Darsteller durch animierte Autos (welche ja auch die wirklichen Helden der Route 66 waren) ersetzt werden, der sollte sich den Film ansehen. Abgesehen davon, für mich als Steve Jobs Verehrer ein Muss - er erkannte das Potential in Pixar und hat den Zeichentrickfilm mit Pixars höchst intelligenten und genialen Mitarbeitern revolutioniert und den damaligen Platzhirsch Walt Disney ordentlich vorgeführt. Die alten Pixar Filme haben dementsprechend alle Tiefgang in der Geschichte, man muss sich nur darauf einlassen, einen Animationsfilm zu schauen. Schlussendlich hat Steve Jobs Pixar dann für Milliarden (!) an W.D. Company verkauft.

Genre: Animation | Adventure | Comedy Directed by, John Lasseter Produced by, Darla K. Copyright by Pixar

Jetzt aber Schluss mit der Vergötterung und zurück auf den Kern. Von Flagstaff nach Kingman verändert sich auch die Landschaft noch einmal merklich. Flagstaff liegt 7.000 ft, Kingman 3.333 ft hoch. Aus Wäldern wird karge Wüste. Kingman ist dann auch Ausgangspunkt des wohl härtesten Abschnitts der 66. Dieser führt durch die Mojave Wüste nach Barstow, CA.

Als Automobile noch nicht die technische Rafinesse und technische Zuverlässigkeit hatten wie heute, sind viele Reisende diesen Abschnitt nur in der Nacht gefahren. Dies bot zum einen angenehmere Fahrtemperaturen, zum anderen schonte es die Motoren, welche bei 105°F meist überhitzten. Und wer möchte bei 105°F schon gern mitten im Nichts liegenbleiben. Hat man doch eine Panne, kann man sich auf eines verlassen - die Hilfsbereitschaft der Amerikaner. Auf unseren unzähligen Foto Road Stops am Rande der Straße, haben wirklich immer vorbeifahrende Autos angehalten und gefragt, ob bei uns alles ok ist und wir Hilfe benötigen. Probiert das mal zwischen Starnberg und München - Good Luck!

In Kingman angekommen reisen wir Richtung Norden nach Las Vegas. Wir benötigen mal wieder Großstadt, wollen Outlet shoppen und spielen. Dies ist auch der Grund, warum ihr meinen heutogen Blogbeitrag erts so spät zur Verfügung gestellt bekommt. Es war gestern spät, nach Null Uhr - ich hatte mir 100 USD gegönnt und war im Cesars Palace. Ich kenne nun die Höhen und Tiefen, welche der Spieler am Roulett Tisch durchleben kann. Am Ende habe ich es aber geschafft, zum richtigen Zeitpunkt wieder aufzuhören - Resultat 160 USD und damit 60 USD extra Urlaubsgeld für die Kinder, erspielt. Pappi Du bist mein Held!

Hiking in Hog Heaven

Unseren zweiten Tag in Sedona haben wir erneut mit einer Wanderung verbracht. Nach dem wir gestern in Richtung Little Horse unterwegs waren, ging es heute über Twin Buttes nach Hog Heaven und über Hog Wash zurück. Die Namen der Berge und Trails klingen witzig, sind aber des reine Resultat der Beschreibung des Aussehens.

Mit Hog Heaven war dementsprechend die Überquerung eines Bergkams gemeint, während Hog Wash das Wandern über riesige vom Wasser abgespülte Flächen bedeutete. Wenn es hier in den Bergen regnet, bilden sich wie in allen Gebirgen riesige Wasserläufe. Die hießigen Wasserläufe sind auf Grund des weichen Gesteins extrem abgerundet und flachgespült. Teilweise bilden sich auch runde Becken, in welchen je nach Ergiebigkeit des Regens mal mehr mal weniger große Wassergumpen verbleiben.

Die gesamte Tour ist eigentlich eine Biketour aber so etwas habe ich noch nier gesehen. Wir hatten zu tun mit Händen und Füßen voranzukommen, während vor uns Biker auf ihren Bikes sitzend (!) die gesamte Strecke bewältigten. Es ist kaum zu beschreiben, welche extremen Herausforderungen dieser Trail mit sich bringt. Die Warnung, nur für extrem geübte Biker war mehr als gerecht. Watch the video for reference!

Zurück am Parkplatz haben wir den Tag dann gemütlich in Sedona verbracht. Übrigens, und dies für meinen wissbegierigen Leser, MJ ... ;-)), Sedona hat seinen Namen einer Pionierin hier im Canyon zu verdanken. Um die Jahrhundertwende lebten nur knapp 15 Familien in der Region. Unter ihnen auch ein Mann Namens T.C. Schnebly. Er war mit Sedona, geb. Miller verheiratet. Sein Bruder zog aus gesundheitlichen Gründen in die Region und bat T.C. und seine Frau ihm zu folgen.

Die beiden eröffneten einen General Store und T.C. war der Meinung, dass die Ansammlung von Menschen in der Region einen regulären Mailverkehr benötige. Er beantragte in Washington die Eintragung der Mail Station "Oak Creek Crossing". Doch zu jener Zeit war man in Washington auf klare, kurze Namen aus und so reichte er den Namen seiner Frau Sedona ein. Washington akzeptierte und so ging die Poststation Sedona in das reguläre Postverzeichnis ein. Eine nette Geschichte wie ich finde.

Morgen wird uns die Route 66 wieder weiter tragen. Es geht von Sedona/ Flaggstaff bis nach Kingman.

Sedona - Red Rock Secret Mountains

Nach den vielen Tagen auf der Straße gönnen wir uns wieder etwas Auszeit. Die kommenden beiden Tage verbringen wir in den Bergen von Sedona. Mit den Alpen vor der Haustüre sind wir im Grunde recht verwöhnt und nicht so leicht zu beeindrucken. Wie in meinem gestrigen Blogbeitrag geschrieben, sind wir aber aus dem Staunen nicht herausgekommen.

Der Charme der Berge sind zum einen die Farben, insbesondere bei Sonnenauf - und untergang aber auch die Formen. Es gibt hier weniger kompakte und zusammenhängende Felsmassive, wie wir sie aus dem Alpen kennen. Dies liegt vor allem an der Entstehungsgeschichte, welche vor knapp 360 Millionen Jahren begann. Die heutigen Berge existierten zu dieser Zeit noch nicht. Ein gewaltiger Urozean überzog das Land und legte hier verschiedene Sedimente ab. Durch das Auseinanderdriften der Urkontinente, also der Bewegung der Erdkruste, wurde der Urozean mehr und mehr verdrängt. Es entstand subtropischer Lebensraum. Auch Dinosaurier waren hier in der Region von Sedona anzutreffen.

Ein jähes Ende fanden die Saurier mit dem gewaltigen Einschlag eines Meteoriten in der heutigen Region der Halbinsel Yukatan. Dieser Einschlag war so gewaltig, dass dieser auch tektonisch wirksam war. Das Areal des heutigen Arizona wurde dabei gehoben. Erneut drangen vor gut 200 Millionen Jahren wieder Ozeane vor und hinterließen Unmengen an Sedimenten. Das Auseinanderdriften der Kontinente führte zu weiteren strukturellen Veränderungen in Form von Faltungen.

Vulkanische Aktivitäten setzten auch in der Region Arizonas ein und bildeten riesige Lavaströme, welche tiefe Schluchten in die Region fräßten. In der erdgeschichtlichen Neuzeit wurde es dann ruhiger und so konnten Wind und Wasser beginnen, die über Jahrmillionen aufgestapelten Sedimentschichten zu errodieren. Das Ergebnis dieser Kräfte bildete die einzigartigen Canyons und Überbleibsel gewaltiger Bergformationen, wie sie in Sedona und weiter südlich Richtung Phönix zu finden sind.

Mit dem "beruhigen" der Extreme wurde auch menschliches Leben möglich. Große Indianerkulturen begannen sich in den Canyons auszubreiten. Es waren zunächst Sinagua Indianer, später auch Yavapai und Apachen, welche hier in Sedona lebten. Mit der Eroberung durch die Spanier und später durch die "Weißen" begann auch hier der Überlebenskampf für die Indianer.

Das heutige Sedona ist vor allem ein touristisches Ziel für Wanderer, Mountain Biker und Wintersportler. Sedona präsentiert sich sehr sauber, extrem unamerikanisch gestaltet, mit tollen kleinen Geschäften, Gallerien und schicken Restaurants. Ein Ort mit Wohlfühlcharakter.

Unseren heutigen Tag haben wir in mitten der grandiosen Natur bei einer Wanderung auf dem Little Horse Trail sehr genossen und uns unbewusst der Jahrmillionen an Entstehungsgeschichte dieser Region, an seinem heutigen Aussehen erfreut und nicht satt sehen können. Einen Eindruck von unserer kleinen Bergtour findet Ihr in den Bildern.

Von Gallup, NM nach Sedona, AZ

Wir verlassen New Mexico und gelangen in den US Bundesstaat Arizona. Der US Bundesstaat bietet Naturwunder, wie man sie in Häufung und Wandelbarkeit innerhalb von wenigen Miles wohl kaum ein zweites Mal auf der Welt findet. Bereits kurz hinter der Bundesgrenze eröffnet der Painted Dessert und Petrified Forest Nationalpark ein Zeitfenster in 220 Millionen Jahren erdgeschichtliche Vergangenheit.

Arizona war damals Bestandteil des Superkontinents Pangea und befand sich auf Höhe des Äquators. Dem entsprechend üppig und subtropisch waren hier Flora und Fauna. Breite und große Flüsse flossen durch die heutigen trocknen Weiten. Immer wieder kam es zu riesigen Überschwemmungen. Bäume wurden entwurzelt und Tiere von den Wassermassen mitgerissen. Vulkanausbrüche lagerten über viele Millionen Jahre immer wieder Sediment ab.

Mit dem Auseinanderdriften der Kontinente verschoben sich die Klimazonen und was über Millionen von Jahren tief unter der Erde vergraben blieb, begannen die Kräfte der Natur wieder freizulegen. Heute blickt man auf vielseitige Farben und Formen von Gesteinen und kann die Überreste der einstigen, bis zu 50 Meter hohen Bäume als versteinerte Artefakte betrachten. Teilweise sind die Baumstämme so gut erhalten, dass man noch aus wenigen Metern Entfernung das Gefühlt hat auf gerade frisch gefällte Baumstämme zu sehen. Unglaublich und faszinierend.

Doch so karg diese Landschaft erscheint, bereits vor und nach Christus lebten hier Pueblo Indianer verschiedener Stämme. Auch diese Überreste menschlichen Lebens kann man im Nationalpark bestaunen. Es finden sich Grundmauern von Gebäuden, ein Sonnenwendkalender und jede Menge Petroglyphen - also indianische Felsenmalereien.

Knapp 40 Fahrminuten hinter dem Nationalpark halten wir in Holbrook - ein Hüngerchen treibt uns in diesen ebenfalls alten und geschichtsträchtigen Ort. Er galt zu Zeiten des Wilden Westens als ein übles Pflaster, in welchem für Frauen und Kirchen kein Platz war. Viele texanische Cowboys flohen hierher, um sich der Hand des Gesetzes zu entziehen. Das hart erarbeitete Geld verspielten und verhurten sie sofort in den Saloons der Stadt und Streitigkeiten wurden mit dem Revolver geklärt. Der Höhepunkt war jedoch eine über ein Jahrzehnte dauernde Familienfehde zweier Viehzüchter, welche beinahe die gesamten Familien auslöschte.

Heute ist Holbrook eher durch das Wigwam Motel noch ein Begriff.  Zu Hochzeiten der Route 66, welche durch Holbrook verlief, konnte der Reisende eine Nacht in einem steinernen Wigwam verbringen. Über viele Jahrzehnte dem Verfall ausgeliefert, bescherte der Route 66 Tourismus dem Motel ein Rivival. Thematisch fand das Motel auch einen Platz im Pixar Animationsfilm Cars. Heute kann man in dem renovierten Motel wieder übernachten.

Von Holbrook aus geht es weiter in Richtung Flagstaff und von hieraus in eine Landschaft, wie wir sie von Arizona nicht erwartet hätten. Wir tauchen ein in hohe Berge, tiefe Wälder und einen Anblick atemberaubender Schönheit. Wir treffen kurz vor Sonnenuntergang in Sedona, ca. 30 Miles südlich von Flagstaff ein. Der Ort und die Berge scheinen in einem glutroten Feuer die Nacht zu beginnen. Mit Staunen verfolgen wir dieses Schauspiel. Auf Bilder von Sedona und den Red Rock Secret Mountains dürft Ihr Euch morgen freuen.

Von Santa Fe, NM nach Gallup, NM

Der heutige Tag wird uns nach Gallup, NM bringen, doch zunächst statten wir Santa Fe noch einen Besuch ab. Die Geschichte von Santa Fe ist alt und wird durch zwei Kulturströme beeinflusst. Zum einen die der Navajo Indianer, zum anderen die der spanischen Eroberer. Der vorherrschende Baustil entspricht der Pueblo Kultur - erdfarbene Lehmbauten mit abgerundeten Häuserfassaden. Im Stadtkern lässt es sich kurzweilig durch die Straßen spazieren und an den Schaufenstern der Kunst- und Schmuckgeschäfte verweilen.

Unübersehbar ist heute Vormittag eine andere Stimmung - das Licht unterscheidet sich, es ist irgendwie nicht ganz so hell. Richtig, wir haben den 21. August 2017 - Tag der Total Eclipse. Wir verlassen Santa Fe in Richtung Albuquerque und stoppen gegen 11:35 Uhr am Rand des Interstate 25. Es sind noch knapp 11 Minuten bis zur für uns vollständigen Ausprägung der Sonnenfinsternis. 87% Überdeckung wird diese hier in New Mexico annehmen - es ist schummrig grau und merklich kühler. Mit uns schauen auch ein paar Eclipsesüchtige. Die Sonne kehrt langsam zurück und mit ihr machen wir uns auf den weiteren Weg.

Zirka 45 Minuten vor Gallup machen wir noch einen 16 Miles Abstecher in die Le Malpais Sandstone Bluffs. Auf wunderschönen Sandsteinformationen blickt man hinab in ein riesiges, jahrmillionenaltes und gigantisch breites Lavafeld. Übrigens, Wissenschaftler halten die vulkanische Aktivität in New Mexico nur für ruhend - nicht für abgeschlossen. Mit tollen Eindrücken von diesem unbekannteren und menschenlehren National Monument machen wir uns auf die Schlussetappe und Ziel unseres heutigen Tages: Gallup.

Gallup, NM ist, vorsichtig formuliert eine ländliche Einöde. Die ehemalige Bergbauregion hinterlässt eine Leere am Arbeitsmarkt und außer der Tatsache, dass hier die Route 66 vorbei führt und ein paar touristische Dollar hängen bleiben, haben es die vorwiegend indianischen Einwohner schwer. Landschaftlich hingegen gibt es auch hier ein Schmankerl, den Red Rock National Park. Eine kleine Abendrunde bleibt uns noch und so genießen wir den Sonnenuntergang bei tollem, warmen Licht und imposanter Natur.

Von Amarillo, TX nach Santa Fe, NM

Nach einem Tag Pause hat uns die Straße zurück und trägt uns auch rasch aus Texas hinaus. Direkt hinter der Stadt Amarillo geht es an der Cadillac Range vorbei.  Selbige gehört seit den 1970iger Jahren zu den Road-Side-Attractions an der Route 66 - mir persönlich haben die in den Boden gestampften Karosserien nicht gefallen. Vielleicht waren es auch die Unmengen an zurückgelassenen Spraydosen... .

Die Route 66 ist auf vielen Miles von dem Interstate 40 überpflastert worden, es warten jedoch einige irre schöne Abschnitte auf den interessierten Highway-Trucker. Zunächst halten wir in Adrian, TX. Der winzig Ort existiert vermutlich nur aus einem Grund - es ist der Midpoint zwischen Chicago und Los Angeles. Kaum zu glauben, dass hier erst die Mitte liegt, haben wir doch schon so viele Stunden und spannende Entdeckungen hinter uns gelassen. Andererseits steigt die Freude, da noch richtig tolle Landschaften und Erlebnisse vor uns liegen.

Nicht weit hinter Adrian erleben wir Wild-Wild West. Die Geisterstadt Glenrino, welche gleichzeitig den Grenzübertritt nach New Mexico bedeutet. Keine Menschenseele - verlassene Häuser und eine Route 66 at its best. Wir fahren für 19 Miles ausschließlich über eine Staubpiste. Rechts und links der staubigen Straße gibt es jede Menge Prärieland. Es gab kein Halten mehr und es überkam mich - ich musste es tun aber seht selbst...

Route 66, 19 Miles beyond Glenrino

Nach diesen verrückten, da Dauerschleife, 19 Miles ging es zurück auf den Interstate und für uns auf eine alte Variante der Route 66, welche über Santa Fe verläuft. Nach und nach verwandelt sich die flache Hochebene und die Bergketten kommen in Sicht. Ganz nebenbei und schon fast unbemerkt, haben wir auch Zeit geschenkt bekommen. Unsere Uhren sind um eine Stunde nach hinten gesprungen.

In Santa Fe angekommen erwischt es uns kalt. Das der Ort auf gut 2.000 m liegt bekommen wir sofort zu spüren. Die Außentemperaturen sind empfindlich kühler, um nicht zu sagen kalt: 73°F Höchsttemperatur. Brrrr. Wir kuscheln uns jetzt in unser warmes Hotel und reiten morgen weiter Richtung Gallup, NM.